Ein Fallbericht über Körperverlust und Wahrnehmungim Kontext diabetischer Polyneuropathie
Der Fallbericht beschreibt die schleichende Entfremdung vom eigenen Körper nach einer Amputation infolge eines diabetischen Ulkus. Im Zentrum steht das Konzept des „Leibesinselschwunds“ – ein anthropologischer Begriff für den Verlust leiblicher Präsenz bei chronischer sensorischer Einschränkung.
Am Beispiel von Herrn A., einem Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und Polyneuropathie (PNP), wird dargestellt, wie subjektives Körpererleben Wundheilung und Pflegeverhalten beeinflusst. Der
Text möchte Pflegende und Therapeutinnen/Therapeuten für die oft übersehenen leiblich-existenziellen Dimensionen sensibilisieren. Die narrative Einrahmung aus der Sicht eines „verlorenen
Schuhs“ eröffnet einen ungewöhnlichen Zugang zu diesem komplexen Prozess.
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