1. Spezialisiertes Pflegerisches Wundcentrum (SPWC)

Was ist das Wundsiegel?
  • ein Qualitätssiegel für die Ausführung von zeitgemäßem und professionellem Wundmanagement
  • ein Bewertungsverfahren für vernetzte Wundversorgung
  • ein Partnerschaftskonzept für alle Beteiligten im Gesundheitssystem

Die Gesetzesänderung des §37 des SGV aus sieht vor, dass chronische und schwer heilende Wunden von spezialisierten pflegerischen Einrichtungen außerhalb der Häuslichkeit versorgt werden können. Der gBA hat diese Gesetzesänderung mittlerweile in der HKP Richtlinie konkretisiert.

: „1 Die Versorgung von chronischen und schwer heilenden Wunden soll vorrangig im Haushalt der oder des Versicherten gemäß Absatz 2 erfolgen. 2 Kann die Versorgung der chronischen und schwer heilenden Wunde aufgrund der Komplexität der Wundversorgung oder den Gegebenheiten in der Häuslichkeit voraussichtlich nicht im Haushalt der oder des Versicherten erfolgen, soll die Wundversorgung durch spezialisierte Einrichtungen außerhalb der Häuslichkeit erfolgen. 3 Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.“

 

Quelle: ICW


Ihr Wundzentrum am Marienhospital Aachen

Ziel des Wundzentrum Aachen ist, neben der Sicherstellung der ärztlichen Anordnung, insbesondere der ganzheitliche Ansatz in der Wundtherapie.

Die Wunde ist oft „nur“ ein Symptom anderer Erkrankungen. Daher legen wir großen Wert darauf, Menschen mit Wunden die Zusammenhänge zu erläutern, um diese aktiv in die Therapie mit einzubeziehen. Durch kontinuierliche, bedarfsgerechte Einbestellung der Patienten und Begutachtung durch Wundexperten sowie intensive ­Edukation wird die Adhärenz bei Patienten, Angehörigen, Pflegediensten und stationären Einrichtungen gestärkt.

 

Das Wundzentrum Aachen versteht sich als zusätzliche Unterstützung von Menschen mit Wunden sowie aller an der ­Versorgung beteiligten Personen und Institutionen. Der Arzt ist immer Herr der Therapie und des Verordnungsgeschehens. Pflegedienste und stationäre Einrichtungen erhalten Sicherheit durch einen ärztlichen Therapieplan und im Krankenhaus wird der sogenannte „Drehtüreffekt“ vermieden, wenn die weitere Versorgung nicht sichergestellt ist.

Je nach Bedarf können innovative Techniken eingesetzt werden.

  • z. B. vitalisierende Therapie mittels Plasma oder
  • die Visualisierung der Keimbesiedlung einer Wunde bis 1,5 mm Tiefe. Für eine verantwortungsvollere Wundtherapie durch genauere Abstriche und frühzeitiges Erkennen von sonst nicht sichtbaren Infektionen. Als Standardverfahren wird die Hydrotherapie mittels eines speziellen Bakterien­filters (nach RKI mit 0,2 μm Porengröße) zur ­schonenden Wundreinigung eingesetzt.


Die Vorteile: Es steht unbegrenzt optimal temperierte „Wundspüllösung“ zum sanften Entfernen von Wundbelägen zur Verfügung. Hierdurch wird das Wohlbefinden des ­Patienten gesteigert und gleichzeitig die Basis für die Hautpflege rund um die Wunde geschaffen.

Wir freuen uns auf Sie als Patient, Angehöriger und Kooperationspartner und bedanken uns herzlich für die freundliche Begrüßung im Praxiszentrum am Marienhospital Aachen.

Inga Hoffmann-Tischner
Inhaberin und Geschäftsführerin